Schiffsporträt MS "Cape Race" - Goose No. 36

Ich habe schon einige Schiffsporträts geschrieben und fotografiert - bisher jedoch ausschließlich über Segelschiffe. Mit der MS "Cape Race" fand an einem stürmischen Februartag mit Schneetreiben meine Motorschiff-Premiere in Hamburg statt.

Die "Cape Race" wird künftig vom mareVerlag für sehr individuelle Kreuzfahrten in die Arktis eingesetzt. Das Team um "mare"-Herausgeber und -Chefredakteur Nikolaus Gelpke hat den ehemaligen kanadischen Fischkutter dafür aufwändig saniert. Das 1963 gebaute Schiff ist jetzt technisch auf dem neustem Stand und bietet maximal zwölf Gästen ein sehr geschmackvolles Ambiente. Zu den Annehmlichkeiten gehören neben dem Kaminofen im Salon und der Sauna auf dem Vorschiff auch eine gut sortierte Bordbibliothek. 

Erschienen ist mein Schiffsporträt der MS "Cape Race" in "Goose" (No. 36 Summer 2020), dem Kundenmagazin der Yachtwerft Robbe & Berking Classics in Flensburg. Ebenfalls eine Premiere.

www.mscaperace.com

 

Deutsche Schiffahrt: Zeesboot FZ 110 "Fortuna"

Im Magazin "Deutsche Schiffahrt" (1.2020) des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven stelle ich das Zeesboot / Flunderboot FZ110 "Fortuna" auf sieben Seiten vor.

"Fortuna" entstand 1910 auf der Jarling-Werft in Freest. Zur spannenden Geschichte des Bootes gehört auch eine Republikflucht aus der DDR. Heute ist das Flunderboot das größte noch erhaltene Zeesboot. Eigner Uwe Grünberg hat das Boot authentisch restauriert und ist sich seiner Verantwortung bewusst, "dieses Boot als Teil der Fischereigeschichte für die nächste Generation zu erhalten".

Im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven ist das Fragment des Zeesboots SAP.001 "Schaprode.001" ausgestellt. Dessen Geschichte beschreibe ich ebenfalls kurz.

Wer irgendetwas über Zeesboote wissen möchte, findet auf der Homepage des "Fortuna"-Eigners Uwe Grünberg die umfangreichste Informationssammlung:

www.braune-segel.de

Revierreport NE-Küste Großbritannien - Yacht 07/2020

2019 habe ich meine Begeisterung für England entdeckt. Kurz vor unserem Familienurlaub in Devon und Cornwall war ich an Bord der Segelyacht "Polaris" an der Nordost-Küste Großbritanniens unterwegs.

Von Bremerhaven über Helgoland segelten (und motorten wegen Flaute auch viele Stunden) wir zunächst in die ehemalige Walfängerstadt Hull am River Humber. Von dort ging es nach Norden an der Küste entlang. Unter anderem ins wunderschöne Whitby, zur Insel Lindisfarne, wo die Wikinger mit ihren Raubzügen in England begannen, nach Newcastle und zum Bass Rock - einem Felsen im Meer, auf dem eine der größten Basstölpel-Kolonien der Welt lebt. Beeindruckende Natur, sehr spannende (maritime) Geschichte und anspruchsvolle längere Etappen zwischen den Häfen bescherten uns einen extrem abwechslungsreichen und lohnenden Törn.

In der Zeitschrift "Yacht" stelle ich das Revier auf acht Seiten vor. Und kann damit hoffentlich weitere deutsche Segler für einen Segelurlaub an der britische Ostküste begeistern.

 

Bildungszeit „Wale und Menschen“ vom 20. bis 24. April 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen wir den Termin leider absagen. Die Bildungszeit wird auf 2021 verschoben.

Menschen an der Weser haben seit Jahrhunderten eine Beziehung zu Walen. „Grolanner“ wurden die Seeleute aus Bremen Nord genannt, die im 19. Jahrhundert auf Grönlandfahrt Wale jagten. Im Pazifik stellten später Schiffe unter Bremer Flagge Pottwalen nach – eines fand gar Erwähnung in Hermann Melvilles Meisterwerk „Moby Dick“.

Wie lebte es sich auf einem Walfangschiff? Wie sah die Verpflegung aus? Was taten die Matrosen während der langen Wartezeit bis zur nächsten Walsichtung? Fragen, die ich als Referent während der fünftägigen Bildungszeit „Wale und Menschen an der Weser. Eine Beziehung im Wandel der Zeit“ beantworten werde.

Unterrichtsraum ist das Traditionsschiff „Verandering“ von 1898 – natürlich auf der Weser. Ab/ an Bremerhaven werden wir selbst Ausschau nach Schweinswalen halten. Die kleine Zahnwalart schwimmt seit einigen Jahren wieder im Frühjahr Jade, Weser und Elbe hinauf, um Fisch zu jagen. Die Anwohner können sich aktiv an der Erforschung des einzigen dauerhaft in Deutschland heimischen Wals beteiligen. Ich verrate wie.

Pommersche Seequatze "Ernestine" im Piekfall No. 130

Seit September 2019 bin ich selbst Eigner eines Gaffelseglers. Da war es selbstverständlich, nun aber wirklich endlich mal Mitglied in der Vereinigung Freunde des Gaffelriggs zu werden.

Einen ersten Beitrag im "Piekfall - Mitteilungsblatt für die Freunde des Gaffelriggs" durfte ich auch gleich beisteuern. In der Dezemberausgabe 2019 (No. 130 - Titelbild von Thees Fock) stelle ich die wunderschöne pommersche Seequatze "Ernestine" vor. Das Holzschiff von Tilmann Holsten und Nele Hybsier wurde 1899 gebaut und feierte somit gerade seinen 120. Geburtstag.

2020 wird die "Ernestine" ab Anfang Juli eine ausgedehnte Ostseerunde gegen den Uhrzeigersinn drehen, wofür Kojen gechartert werden können. Die Reise wird bis zur Insel Saaremaa im Norden des Rigaischen Meerbusens führen. Schon früher segelten Seequatzen bis zu dieser estländischen Insel, die auch Ösel genannt wird, und luden dort Gelbaal.

www.ernestine-segeln.de

"Seestücke" im Schiffahrtsmuseum Unterweser

Am dritten Advent biete ich meine maritimen Fotomotive als Leinwanddrucke, Drucke auf Holz oder Postkarten, meine Bücher und weiteres Maritimes im Schiffahrtsmuseum Unterweser an.

Im Museumsgarten und um das Museum im Haus Borgstede & Becker in Brake findet ab Donnerstag, 12. Dezember, wieder der "Schneeflöckchenmarkt" statt. Ich bin mit meinem Stand von Freitag bis Sonntag (13. bis 15. Dezember, 11 bis 21 Uhr, am Sonntag bis 18 Uhr) im Erdgeschoss des Museums zu finden.

Außerdem werden Kunsthandwerk, Weihnachtliches, Musik, ein Rumtasting von Timbercoast mit den Rumsorten, die auf dem Frachtsegler "Avontuur" transportiert wurden, und Weihnachtsdeko-Basteln für Kinder angeboten.

Dass der Besuch des Museums (aktuell mit der Sonderausstellung "Carl Rudolph Brommy – Admiral der Revolution?") sich natürlich jederzeit lohnt, sollte ohnehin klar sein.

www.schiffahrtsmuseum-unterweser.de/...

Das besondere Boot "Fram" - Yacht 02/2019

Colin Archer war schon zu Lebzeiten berühmt für seine extrem seetüchtigen Schiffe. Verständlich, dass Fridtjof Nansen ihn bat, das Schiff für seine geplante Driftfahrt über den Nordpol zu bauen.

Herausgekommen ist die "Fram", ein Schiff der Superlative. Fridtjof Nansen, Otto Sverdrup und Roald Amundsen erreichten damit während dreier bahnbrechender Expeditionen sowohl die nördlichste wie auch die südlichste zur damaligen Zeit je erreichte Position.

Nach Amundsens Sieg im Wettlauf zum Südpol war die "Fram" arg mitgenommen. Für Amundsens weitere Expeditionen wurde deshalb die "Maud" gebaut. Glücklicherweise setzte sich aber nach einigen Jahren die Meinung durch, dass die "Fram" für die Nachwelt erhalten bleiben muss. Und so kam das "beste Schiff der Welt" (Zitat von Kapitän Thorvald Nilsen nach dem Abwettern eines Sturms am Kap Hoorn) in ein eigenes Museum.

Ich habe das Frammuseum bisher bei jedem meiner knapp zehn Oslo-Aufenthalte besucht und bin immer wieder fasziniert davon. Selten habe ich mich deshalb so über einen Auftrag gefreut, wie den, die "Fram" in der "Yacht" vorstellen zu dürfen.

 

Georg Schimmelpfennigs "La Longue Route"

Der Düsseldorfer Georg Schimmelpfennig startete am 22. August 2018 in Bremerhaven mit seiner "Hekla" vom Typ Cumulant 38 zur Nonstop-Einhand-Weltumsegelung "La Longue Route".

Ich traf Georg vorher an einem sonnigen Tag in Bremerhaven zum gemeinsamen Segelschlag und fotografierte auch seinen Start. Neben einem Porträt seiner "Hekla" in der "Yacht" (14/2018) erschienen fortan noch einige weitere meiner Bilder: zum Interview in "Yacht" (19/2018) oder für die regelmäßigen Online-Meldungen über sein Vorankommen auf www.yacht.de. Auch das "Transocean Magazin" des Vereins zur Förderung des Hochseesegelns nutzte meine Bilder für seine Titelgeschichte.

Nach einem kurzen Reparaturstopp ging es am 2. September 2018 für Georg Schimmelpfennig in Zeebrügge endgültig los. Am 30. November 2018 brach er seinen "Longue Route"-Versuch aufgrund verschiedener Probleme in Kapstadt ab. Ich sprach kurz vor dem Anlegen via Satellitentelefon mit ihm. Das Interview erschien in der "Yacht"-Ausgabe 01/2019.

25 Jahre in Fahrt: Brigg "Roald Amundsen"

1993 lief der umgebaute Tanklogger "Vilm" als stolze Brigg "Roald Amundsen" vom Stapel. 25 Jahre später liegen knapp 400.000 Seemeilen und 16 Atlantiküberquerungen im Kielwasser des Sailtraining-Ships.

2018 wurde die 50 Meter lange Brigg also gebührend gefeiert. Bei der Windjammerparade der Kieler Woche war sie im Juni Führungsschiff. Am 6. Oktober fand dann die große Jubiläumsparty mit Open Ship am Tissenkai in Kiel statt.

Ich habe für die Jubiläumsschrift des Vereins Leben Lernen auf Segelschiffen den Artikel "Familientreffen. Die ROALD als Teil der deutschen und internationalen Traditionssegler-Flotte" geschrieben (Fotos von Ralph Lorenz, Titelbild von Andreas Beyer). Im Magazin "Deutsche Schiffahrt" (2.2018) des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven stelle ich die "Roald Amundsen" und ihre abwechslungsreichen "25 Jahre in Fahrt" vor. 

Mein letzter Törn auf der "Roald" war im Juni 2018. Ich muss dringend mal wieder in den Törnplan schauen: www.sailtraining.de

Kielwasser-Interview mit Ben Rating - Yacht 19/2018

Das Klassenzimmer im Schulgebäude für sechs Monate gegen den 3-Mast-Toppsegelschoner "Thor Heyerdahl" tauschen. Das macht der 15-jährige Ben Rating aus Bremen im "Klassenzimmer unter Segeln".

Ich sprach mit ihm vor seiner Abfahrt Mitte Oktober und war begeistert, wie er für die zwei Atlantiküberquerungen, das Übernehmen von Verantwortung in der Schiffsführung, ferne Länder und fremde Kulturen brannte.

Ich freue mich außerordentlich, dass seine Eltern ihm die Verwirklichung seines Traums ermöglichen. Irgendwie trifft mich nämlich bei dieser Idee vielleicht sogar eine kleine "Mitschuld". Ich habe die komplette Familie vor sechs Jahren zu einem gemeinsamen Familien-Wochenendtörn auf dem niederländischen Plattbodenschiff "Onverwacht" animiert. Bens Einstieg in die Segelei. ;-)

Ich bin sehr gespannt, was Ben im April 2019 nach seiner Rückkehr von einer hoffentlich grandiosen Zeit zu erzählen hat.

ak Yacht1819