Gründungsmitglied Schweinswale e.V.

Der gemeine Schweinswal (Phocoena phocoena) ist die einzige Walart, die dauerhaft an den deutschen Küsten vorkommt und hier sogar ihren Nachwuchs zur Welt bringt. Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit dieser kleinen Zahnartwal und habe für Greenpeace Vorträge über sie gehalten.

Seit 2007 schwimmen Schweinswale jeweils im Frühjahr auch wieder in die Mündungen der Jade, Weser und Elbe. Sie folgen dem Stint und der Finte die Flüsse hinauf bis in die Städte Wilhelmshaven, Bremen und Hamburg. Die Verhaltensbiologin Denise Wenger erforscht die Wale und deren Wanderungen dort seit einigen Jahren.

Ich habe mehrfach über Denise Wengers Arbeit berichtet und diese in den vergangenen Jahren auch ein wenig unterstützt. So war ich am Ausbringen von Klickdetektoren beteiligt und habe 2016 mehrere gestrandete Schweinswale geborgen. Am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum wurden die Todesursachen der Tiere untersucht.

Nun hat Denise Wenger den Verein Schweinswale (Pro Phocoena – Porpoise Conservation Agency) gegründet. Ich freue mich, zu den Gründungsmitgliedern zu gehören und bin sehr gespannt, wie viele Tiere in den nächsten Wochen in der Weser sein werden.

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Kielwasser-Interview mit André Stuckenbrok - 03/2017

Im Januar 2014 ist die Hansekogge "Roland von Bremen" an ihrem Liegeplatz an der Schlachte gesunken. Schnell war klar, dass der Eigner, die Reederei Hal Över, das Schiff aufgeben wird.

Für einen symbolischen Euro übernahm die Beschäftigungsinitiative "bras - Arbeiten für Bremen" die Kogge, um sie instand zu setzen. Was deutlich mehr Arbeit wurde, als zunächst angenommen.

André Stuckenbrok leitet seit Mai 2015 die Sanierungsarbeiten an dem Schiff. Ich habe mich mit ihm über die beim Bau gemachten Fehler, das von diversen Pilzarten befallene Holz und das unvermeindliche "Leichenhemd" für den Rumpf gesprochen.

Ich drücke die Daumen, dass die Kogge "Roland von Bremen" tatsächlich im September 2017 am Schiffskorso der Maritimen Woche teilnehmen kann. Und danach als Museumsschiff an der Schlachte zum Einsatz kommt. In einem Zustand, der näher am Original aus der Hansezeit sein soll als je zuvor.

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Berlin: Umweltschutz vs. Wassersport - Yacht 01/2017

Große Aufregung in der Bundeshauptstadt. Durch die Ausweisung neuer Naturschutzgebiete sehen Wassersportler und Anwohner ihre Nutzungsinteressen am beliebten Müggelsee massiv bedroht.

Ich habe mich mit der Entwicklung der Landschaftsschutzgebiete der ehemaligen DDR hin zu Naturschutzgebieten nach EU- Statuten beschäftigt. Und stelle auf zwei Seiten den aktuellen Stand der Diskussion in der "Yacht" vor.

Das "Problem" wurde der neuen Berliner Regierung übergeben. Die Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) muss das schwierige Thema also weiterführen und Wassersport und Umweltschutz unter einen Hut bekommen. 

Eigentlich sollte das ein leichtes sein, sagt auch Segelschul- besitzer Ralf Dietrich. Ganz offentsichtlich ist es das aber leider ganz und gar nicht. Ende offen.

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Leinwanddrucke im Atelier An der Mühle Bremerhaven

Leinwanddrucke meiner maritimen Fotografien können fortan auch in Bremerhaven gekauft werden.

Die Bildmanufaktur Wackernah präsentiert eine Auswahl meiner Drucke in ihrem Atelier An der Mühle.

Neben den Leuchttürmen Roter Sand, Helgoland, Pilsum und List Ost auf Sylt sind die Segelschiffe "Gorch Fock", "Grönland" und "Pacific" zu sehen. Außerdem ein Schlepper beim Verlassen der Geeste im Gegenlicht.

Die Öffnungszeiten des Ateliers und die Anfahrtsbeschreibung sind im Ausstellungsflyer in der Bildergalerie zu finden.

 

Interview Leonard Maleika - Yacht 25/26 / 2016

Als 18-jähriger warf Leonard Maleika zwei Tage nach seinem Abiball die Leinen los. Der Bremer startet mit seiner knapp neun Meter langen Yacht "Ronin" zum Sabbatical unter Segeln - vorm Start in den "Ernst des Lebens".

14 Monate, 4.500 Seemeilen und acht bereiste Länder später hat er wieder im Bremer Hohentorshafen festgemacht. Rechtzeitig, um sich noch mal ein wenig einzuleben, bevor sein Studium der Anglistik und Germanistik begann.

Ich habe mich abermals mit Leonard auf seiner "Ronin" getroffen und ihn gefragt, ob die 14 Monate eine durchgehende Party waren, seine Erwartungen erfüllt wurden und ob er eigentlich stolz auf das Erreichte ist.

Nachzulesen ist das Interview in der aktuellen Ausgabe der "Yacht", überwiegend bebildert mit Fotos, die Leonard Maleika von seiner Reise mitgebracht hat.

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Das besondere Boot "Grönland" - Yacht 20/2016

Carl Koldewey war ein Mann der Tat. 1868 wurde er nach Norwegen geschickt, um dort ein geeignetes Schiff für die Erste Deutsche Nordpolar-Expedition zu kaufen. Noch am Tag seiner Ankunft in Bergen entschied der Kapitän sich für eine kleine, starke Nordische Jagt, die ein Jahr zuvor, 1867, gebaut worden war.

Er taufte die Jagt "Grönland", und erreichte NICHT wie geplant die Ostküste Grönlands. Dichtes Eis versperrte den Weg. Nördlich von Spitzbergen kamen Koldewey und seine elf Crewmitglieder jedoch bis auf 81° 4,5´ N, die bis heute nördlichste Position, die ein Schiff ohne Hilfsmaschine je erreichte.

Die "Grönland" - die übrigens in den 149 Jahren seit ihrem Bau in Åkra nie einen anderen Namen trug - existiert bis heute. Sie gehört dem Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven und wird von einer ehrenamtlichen Crew gesegelt. Ein wirklich besonderes Boot, das ich in der aktuellen Ausgabe der "Yacht" vorstelle.

Überführung der werftneuen eigenen Yacht - Yacht 17/2016

Immer mehr Neu-Eigner holen ihre Yacht selbst bei der Werft ab und überführen sie auf dem Wasserweg ins Heimatrevier.

Das ist natürlich der optimale Weg, um seine "Neue" richtig kennenzulernen, Kinderkrankheiten und Mängel zu entdecken und vielleicht sogar ein bisher unbekanntes Revier zu erkunden.

Ich durfte den Dänen Thomas Jensen und Crew auf seiner Jeanneau Sun Odyssey 479 "Angel" von Les Sables d´Olonne an der französischen Atlantikküste bis zur Kanalinsel Guernsey begleiten.

In der aktuellen "Yacht" berichte ich über diesen Törn durch ein wirklich wunderbares Revier.

Alle, die Ähnliches planen, erhalten außerdem zahlreiche Tipps, an was alles zu denken ist. Denn nur gut vorbereitet und ausgerüstet wird eine solche Überführung zum erhofften ganz besonderen Törn.

 

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Porträt Claus Hartmann - Yacht Classic 02/2016

Von zehn Jahren kam mit "Yacht Classic" das wohl schönste Segelmagazin überhaupt auf den Markt. Ich freue mich sehr, dass ich in diesem hochwertigen, edel layouteten Magazin mein Porträt des Galionsfigurenschnitzers Claus Hartmann veröffentlichen konnte.

Claus Hartmann hat seit 1994 über 30 Großsegler mit Galionsfiguren ausgestattet. Ich habe ihn mehrfach auf seinem Hof auf der Weserinsel Hariersand besucht, um seine Arbeit an den großen Holzfiguren zu fotografieren.

Ende Mai hat der Frachtsegler "Avontuur" in Elsfleth seine neue Galionsfigur aus dem Hause Hartmann erhalten: eine schöne Frau aus Ulmenholz, die ein Muschelhorn bläst.

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Tipps zum entspannteren Nachtsegeln - Yacht 08/2016

Wer nachts durchsegelt, kann nicht nur wesentlich weitere Strecken zurücklegen. Er erfährt auch die besondere Schönheit einer stillen Vollmondnacht, die Vorfreude auf den warmen Schlafsack nach einer kalten Wache oder den Zauber des Sonnenaufgangs, optimalerweise mit einer Tasse gutem Kaffee in der Hand.

Um selbst kleinen Crews und Einhandseglern das Durchsegeln auch mehrerer Nächte schmackhaft zu machen, stelle ich unter dem Titel "Keine Angst im Dunkeln" Erkenntnisse aus der Schlafforschung, verschiedene Wachsysteme und hilfreiche Ausrüstung vor.

Als Aufmacherfoto wurde ein stimmungsvolles Archivbild des Berliner Kollegen Sönke Hucho von Bord der wunderschönen klassischen Yawl "Peter von Seestermühe" verwendet.

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Schiffsporträt "Esprit" - Yacht 08/2016

1995 wurde die "Esprit" zu Wasser gelassen. Der 20 Meter lange Schoner war im Rahmen eines Förderprojekts für Arbeitslose und Jugendliche ohne Lehrstelle entstanden. 37 Bootsbauer erhielten ihren Gesellenbrief und breit gefächerte Kenntnisse. Ist doch der Rumpf aus formverleimtem Holz hergestellt, die Plicht aus GFK, das Kajütdach in einer Sandwichkonstruktion, die Masten aus Aluminium und die Bäume sowie die Gaffel aus Carbon.

Seither nahm die erfrischend sportlich segelnde Yacht des Jugendkutterwerk e.V. an diversen Tall Ship´s Races teil. Viele Törns liegen im Kielwasser, darunter eine Reise nach Spitzbergen und vier Atlantiküberquerungen.

Ich segelte im Sommer 2016 einen "Esprit"-Klassiker mit: einen Wochenendtörn Bremerhaven - Helgoland - Bremerhaven. Ausreichend, um mich selbst von den brillanten Segeleigenschaften des Gaffelschoners zu überzeugen. Meine Eindrücke von diesem "besonderen Boot" sind jetzt in der Zeitschrift "Yacht" nachzulesen.